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Betrifft auch den Grünstrand: “Unsere Stadt soll hässlicher werden”………? Kritische Anmerkungen von Tarek Leitner

einsortiert unter: Allgemein18:47

01.02.2013

Der Fensehjournalist Tarek Leitner hat in seiner Streitschrift “Mut zur Schönheit”, Brandtstätter Verlag, Wien, in sechs Kapiteln, wie “Was wir verloren und bekommen haben” oder “wer unsere Umgebung so hässlich werden lässt” einen höchst aktuellen Zustandsbericht zur Thematik ästhetischer Umweltbedingungen vorgelegt, der im wesentlichen auch auf die von der Lübecker Bürgerschaft vorgelegten Ziele der touristischen Entwicklung des Grünstrandes von Travemünde übertragbar ist; Stichworte:

“Das Bild der Landschaft als Gesamtheit von Natur- und Kulturfläche einschließlich der Bebauung und Infrastruktur kann unzweifelhaft als größte und sichtbarste Bühne eines Landes wahrgenommen werden”.

“Die kritischen Auswirkungen des Tourismus auf die Landschaft, ihre Kommerzialisierung und Verunstaltung mit Infrastruktur als Nebenprodukt der Unterhaltungsindustrie”.

“Die großflächige Verschlingung der Landschaft, die seit fünfzig Jahren unvermindert anhält und welche eine geradezu apokalyptischse Zukunftsszenario mit der totalen Verbauung des Landes impliziert”.

“Ein Großteil des in den letzten Dekaden unter den Postulaten des Fortschritts, des Wachszums und der Wirtschaftlichkeit Gebauten weist einen offensichtlichen Mangel an Schönheit auf, der zwar von vielen erkannt wird, dem aber meist mit großer Gleichgültigkeit begegnet wird: Schönheit ist keine Kategorie der gegenwärtigen Politik”.

Helmut Mayer weist auch auf Tarek Leitners Hinweise hin,” auf die Verantwortlichkeit der Bauherrn und ihrer Erfüllungsgehilfen bei Planung und Realisierung , der dabei besonders die großen, anonymen Bauherrn und Immobilienentwicklung anspricht, deren Ziel “in erster Linie die schnellstmögliche Profitmaximierung bei ihren Investition” darstellt. Es entstehen irreversible lebensfeindliche räumlich Strukturen in allen Bereichen. Maßstäblichkeit, Einfügung in die Umgebung und lebensgerechter Außeraum bleiben dabei auf der Strecke. Tarek Leitner macht in diesem Zusammenhang seiner Empörung Luft und fordert nachdrücklich einen universellen und kritischen Blick auf unsere gebaute Umwelt”.

“Ein wesentlicher Grund für diese fatalen Auswirkungen ist die Zuständigkeit der Gemeindepolitik und der Bürgermeister für die Raumordnung. Mit diesem Grundübel auf der kommunalen Ebene ist mit einer Abhängigkeit von personellen Beziehungen und einer oftmals lokal völlig beschränkten Zukunftsperspektive Tür und Tor geöffnet. Die Raumordnung gehört einer übergeordneten Ebene angeordnet, für die zukunftsträchtige Modelle und Strategien angewendet werden müssen”.

Unser Kommentar: Nach Tarek Leitner darf es keine Bebauung des Grünstrandes mit Luxusimmobilien geben.

Quelle: Artikel “Frankfurter Allgemeine Zeitung” vom 28.01.13 von Helmut Mayer über die von Tarek Leitner beklagte zunehmende Verschandelung der Umwelt.

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